Wissenswertes

Tinkturen mit Sole - die Alternative zu Alkoholtinkturen

Sole Tinkturen, Salz und Wasser fangen die Heilkräfte der Kräuter ein. So können auch Menschen, die auf Alkohol verzichten möchten, den Geschmack nicht mögen, die Tinktur nutzen. Auch für Kinder ist die Sole geeignet. Bereits als Embryo schwimmen wir in einer warmen Salzlösung, auch unser Blut, die Lymphe, das Urin, unsere Tränen enthalten Salz-/Wasserverbindungen. Salz und Wasser sind beides wichtige, lebensnotwendige Bausteine für Mensch, Tier und Pflanze. Wenn man nun Salz und Wasser zusammenbringt, ergibt sich eine lebendige Verbindung, die wir hervorragend nutzen können, um pflanzliche Wirkstoffe zu extrahieren.

Die Sole sollte einen Tag ziehen, bevor sie genutzt oder weiterverarbeitet wird. Auf 100 ml Wasser braucht es 26 gr Salz. Ab dieser Menge handelt es sich um eine gesättigte Lösung. Um zu erkennen, ob sie gesättigt ist, kann man immer ein bisschen mehr Salz nehmen. Diese „Zuviel“ löst sich nicht mehr im Wasser auf und so könnt ihr erkennen, dass sie gesättigt ist. Wir benötigen eine gesättigte Sole für die Herstellung von Tinkturen, denn dann werden Bakterien, Viren, Keime, Pilze keine Lebensbedingungen vorfinden, um sich zu vermehren. Eine lange Haltbarkeit ist dadurch gegeben. Salz war im Altertum die Methode um Nahrungsmittel haltbar zu machen und wurde geschätzt wie Gold.

Eine Sole kann vielfältig eingesetzt werden. Sie wird eingesetzt um den Körper zu entschlacken, das Immunsystem zu stärken, sie wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Auch bei Psoriasis soll sie zum Einsatz kommen.

Selbst Falten soll sie mindern können, da sie viel Feuchtigkeit spendet und die Haut praller erscheinen lässt.

Da werde ich nun meiner nächsten Gesichtscreme ein wenig Sole hinzugeben ;-)

Bei meinen Workshops werden wir die Tinkturen mit Alkohol und Sole herstellen.



Kleine Braunelle (Prunella Vulgaris)

Die kleine Braunelle (Prunella Vulgaris), Gottheilkraut - klein aber oho!

Es ist Erkältungs- und Virenzeit. Deshalb an dieser Stelle ein kleines Portrait dieser wunderbaren Pflanze geben. Mit dem Storchschnabel, Geranium Robertianum, oder früher Gottesgnadenkraut genannt, meine zwei Lieblingsheilpflanzen, die in meiner Hausapotheke nicht fehlen dürfen. Diese beiden Göttlichen.

Die kleine Braunelle enthält eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe, darunter Gerbstoffe, Flavonoide, Triterpene, Saponine, Bitterstoffe, Rosmarinsäure, Harz und ätherische Öle. Diese Stoffe verleihen der Pflanze entzündungshemmende, antimikrobielle, immunmodulierende, antikarzinogene, antivirale, antibakterielle und adstringierende Eigenschaften. Die Liste ist lang...

Die kleine Braunelle wurde früher hauptsächlich gegen Diphtherie, der Halsbräune, eingesetzt. Daher stammt ihr Name, Braunelle.

"Diphtherie wurde früher auch als Würgeengel der Kinder bezeichnet. Diese Bezeichnung rührt daher, dass die Krankheit, insbesondere bei Kindern, zu einer lebensbedrohlichen Verengung der Atemwege und zum Ersticken führen konnte. 

Die kleine Braunelle hat nicht nur antibiotische, sondern auch antivirale Heilkräfte. Aufgrund ihrer (u. a.) antiviralen Wirkstoffe hilft sie ergo schnell und effektiv bei viralen Infekten. Das sind auch meine persönlichen Erfahrungen! Getestet und für sehr gut befunden! Auch antikarzinogene Eigenschaften werden ihr nachgesagt. Außerdem hilft sie Leber und Galle, sanft unterstützend, bei ihrer Entgiftung. Erwiesenermaßen macht sie auch dem Herpesvirus den Garaus. In der chinesischen Heilmedizin (TCM) kommt sie sogar bei Krebserkrankungen und gegen das HIV Virus zum Einsatz. 

Eine solch starke Heilpflanze wächst vor unserer Haustür und ist in fast jedem Garten zu finden. Sie setzt sich gerne in den Rasen und wird meist als lästiges Unkraut betrachtet und entfernt. Lässt man sie stehen, ist sie durchaus etwas invasiv. Bei mir darf sie das, denn ich setze jedes Jahr einen großen Vorrat für meine Hausapotheke, als Urtinktur, an (das gesamte oberirdische Kraut ist verwendbar). Eine alte Botschaft besagt, dass Heilpflanzen dort auftauchen, wo sie gebraucht werden...

Spirituelle Bedeutung: Spirituell gesehen, kann die kleine Braunelle eine Verbindung zur Natur und zur eigenen inneren Kraft herstellen. Sie kann als Symbol für Heilung und Schutz dienen, sowohl auf körperlicher als auch auf seelischer Ebene. Die Pflanze kann dabei helfen, Selbstzweifel zu überwinden und die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die kleine Braunelle, Gottheilkraut, blüht von Juni bis in den Oktober hinein. Da ich sie als Tinktur in meiner Hausapotheke habe, bin ich gut gerüstet für die Zeit der Infekte und eben auch der viralen.

Die kleine Braunelle - klein aber oho!

Warum Naturkosmetik oder DIY-Kosmetik die bessere Wahl ist

In der heutigen Zeit finden wir konventionelle Kosmetikprodukte in jeder Drogerie – von preiswert bis hochpreisig, in einer Vielzahl von Farben, Formen und Düften. Die Versprechen der Hersteller sind verlockend, und oft landet schnell eine Creme, ein Shampoo oder das neueste Haarspray im Einkaufswagen. Doch hast du schon einmal einen Blick auf die Inhaltsstoffe geworfen? In herkömmlichen Pflegeprodukten verstecken sich viele Substanzen, die man besser nicht auf die Haut auftragen sollte. Von Silikonen über synthetische Duftstoffe bis hin zu hormonell wirksamen Konservierungsstoffen – die Liste schädlicher Inhaltsstoffe in konventioneller Kosmetik ist lang.

Hier sind einige der problematischsten Inhaltsstoffe, die du vermeiden solltest:

Benzophenon: INCI Bezeichnung: Butyl Methoxydibenzoylmethane Oxybenzone, 4-Methylbenzylidene Camphor, Benzophenone-1 bis -4

Wirkung und Probleme: Benzophenone kommen als chemische UV-Filter in Sonnencremes vor, aber auch in vielen anderen Pflegeprodukten. Hier sollen sie Duftstoffe und Farben vor Zerstörung durch UV-Strahlung schützen. 

Er kann allergisierend wirken und steht im Verdacht, hormonell aktiv zu sein und Krebs zu begünstigen.

Formaldehyd: INCI Bezeichnung:  Triclosan, Sodium Hydroxymethylglycinate, Hexamidine Diisethionate, 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol, Quaternium-15

Wirkung und Probleme: In konventioneller Kosmetik wird Formaldehyd als Konservierungsstoff eingesetzt. Jedoch verzichten immer mehr Hersteller auf Formaldehyde, da diese ein hohes hautreizendes Potenzial besitzen, die Hautflora schädigen und auf der Verpackung immer extra gekennzeichnet werden müssen.

Mineralöle und Paraffine, synthetisches Glycerin: INCI Bezeichnung: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin, Vaseline

Wirkung und Probleme: Inhaltsstoffe auf Minderalölbasis, so wie Paraffine und synthetisches Glycerin, kommen in herkömmlicher Kosmetik häufig als Basis für Cremes, Lotions, Ölen und Haarpflegeprodukten vor. Das liegt daran, dass die Herstellung sehr günstig ist und diese synthetischen Stoffe ein sehr geringes Allergenen Potential haben. Für Naturkosmetik sind keinerlei Inhaltsstoffe auf Mineralölbasis zugelassen, da sie sich auf die Haut legen, die Poren verstopfen und keinerlei pflegende Eigenschaften haben. Die Haut kann nicht mehr mit Nähstoffen versorgt werden und unter der Schicht aus Paraffinen können sich Bakterien und Keime hervorragend entwickeln. Neben der schlechten Wirkung auf Haut und Haare sind Paraffine auch schlecht für die Umwelt. Da sie nicht abgebaut werden können, lagern sie sich in der Umwelt ab und schädigen Gewässer. Auch unser Körper ist nicht in der Lage die Paraffine vollständig abzubauen. Da sie die Poren verstopfen, kann die Haut nicht atmen, es kommt zu Feuchtigkeitsverlust und die Entstehung von Falten nimmt seinen Lauf.

Parabene: INCI Bezeichnung:  Propylparaben, Btylparaben, Methylparaben, Ethylparaben, Isobutylparaben, Isopropylparaben

Wirkung und Probleme: Parabene werden auf Grund ihrer antimikrobiellen und fungiziden Wirkung als Konservierungsstoffe in konventioneller Kosmetik verwendet. In Naturkosmetik sind Parabene verboten, da sie sich im Körper anreichern können und im Verdacht stehen hormonell wirksam zu sein und Krebs zu begünstigen.

Phthalate: INCI Bezeichnung: Diethyl Phthalate, Diethylhexyl Phthalate, Di-n-Butylphthalat (DBP)

Wirkung und Probleme: Phthalate kommen als Weichmacher in konventioneller Kosmetik zum Einsatz, um eine cremige Konsistenz zu erhalten. Außerdem wird es als Vergällungsmittel für Alkohol verwendet. Sobald die Bezeichnung Alkohol denat. in der Liste der Inhaltsstoffe auftaucht, kann es gut sein, dass dafür Phthalate verwendet wurden. Da Phthalate fett- und wasserlöslich sind, können sie von der Haut angenommen werden und sich im Körper anreichern. So können sie z.B. die Bauchspeicheldrüse durcheinander bringen und Fettleibigkeit und Diabetes begünstigen. Außerdem stehen Phthalate im Verdacht gerade bei Männern eine starke hormonelle Wirkung zu haben und sich auf die Fruchtbarkeit auszuwirken.

Weichmacher: INCI Bezeichnung:  Propylene Glycol, 1,2-Propanediol, 1,2-Dihydroxypropane, Methyl Ethyl Glycol (MEG), Methylethylene Glycol

Wirkung und Probleme: Diese Weichmacher kommen in konventioneller Kosmetik und auch in medizinischen Salben als Feuchthaltemittel zum Einsatz. Das Produkt bleibt geschmeidig und wird gleichzeitig konserviert. Weichmacher können aber allergische Reaktionen hervorrufen und sich im Körper anreichern und zu Schäden an Nieren und Leber führen.

Silikone: INCI Bezeichnung: Dimethicone, Trimethicone, Methicone, Amodimethicone, Polysiloxane; es gibt unzählige Abwandlungen, Orientierung bieten die Endungungen "-methicone" und "-siloxane".

Wirkung und Probleme: Silikone kommen in vielen konventionellen Kosmetikprodukten zum Einsatz, da sie dafür sorgen, dass sich Produkte leichter auftragen und verteilen lassen. Außerdem sorgen sie für ein weiches Gefühl auf Haut und Haaren und täuschen einen Pflegeeffekt vor. In Wirklichkeit legen sich die Silikone, bei denen es sich um flüssige Kunststoffe aus dem Chemielabor handelt, wie eine luftdichte Schicht über Haut und Haare. Dadurch können keine Nährstoffe mehr aufgenommen werden und Haut und Haare trocknen innerlich aus. 

Emulgatoren: INCI Bezeichnung: PEG, PPG, Ceteareth-8, Polyethylenglykol

Wirkung und Probleme: Jede Creme, die aus Wasser und Öl besteht, braucht einen Emulgator, damit sich beide Inhaltsstoffe miteinander verbinden und eine cremige Konsistenz bilden. In konventioneller Kosmetik geschieht dies meistens mit Hilfe von PEGs (Polyehtylenglukol). PEG reagieren aber nicht nur mit Fett und Feuchtigkeit, sondern auch mit der Haut. Dadurch wird die Barrierefunktion der Haut gestört und Schadstoffe und Umweltgifte können leichter von der Haut aufgenommen und im Körper eingelagert werden. Bei häufiger Verwendung trocknet die Haut zunehmend aus.

Tenside: INCI Bezeichnungen: Sodium-Lauryl-Sulfat, Sodium-Laureth-Sulfat, Ammonium-Lauryl-Sulfat Sodium-Myreth-Sulfat

Wirkung und Probleme: Alles, was gut schäumen und reinigen soll, braucht Tenside. In konventioneller Kosmetik handelt es sich dabei um relativ aggressive Waschsubstanzen und Schaumbildner, die Haut und Schleimhäute reizen und austrocknen können. Gerade Menschen mit empfindlicher Haut und juckender Kopfhaut reagieren auf chemische Tenside.

Im Gegensatz dazu bietet Naturkosmetik eine sanfte und effektive Alternative. Sie verzichtet auf schädliche Inhaltsstoffe und setzt stattdessen auf natürliche, hautfreundliche Komponenten. 

Noch besser ist DIY-Kosmetik (Do-It-Yourself), bei der du die Kontrolle über die Inhaltsstoffe hast und deine Produkte ganz nach deinen eigenen Bedürfnissen gestalten kannst. So tust du nicht nur deiner Haut etwas Gutes, sondern auch der Umwelt.

In meinen Workshops lernst du, wie du deine Gesichtscreme oder Körperlotion, deine Kosmetik selbst herstellen kannst.

Ich verwende ausschließlich Naturprodukte in Bio Qualität und beachte auch ethische und nachhaltige Aspekte beim Einkauf. Zum Einsatz kommen bei mir als Cremegrundlage: Sheabutter, Mandelöl, Vitamin E Öl (zur Haltbarkeit UND zudem super für die Haut), je nach Herstellungsverfahren auch Lanolin und Bienenwachs als Emulgatoren. äther. Öle. Es dürfen auch mal veganes Kollagen oder Hyaluron (ultra-nano) mit in den Kessel :-) Auf jeden Fall aber immer wunderbare Kräuteressenzen, die unsere Haut bestens pflegen und unterstützen.

Mensch und Pflanze - eine (verkannte) perfekte Symbiose?

Pflanze und Mensch, Aufbau und Struktur

An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Überblick über die verschiedenen Inhaltstoffe der Pflanzen geben. Dies ist nur ein Bruchteil der Vielfalt, die uns die Natur anbietet. Vielleicht wird dem Einen oder Anderen beim Lesen bewusst, dass uns die Pflanzen sehr ähnlich in Aufbau und Struktur sind und wir daraus die Erkenntnis gewinnen könnten, in perfekter Symbiose mit der gesamten Natur und ihren wunderbaren Pflanzen zu leben.

Erklärung Wikipedia Symbiose: Zusammenleben von Individuen verschiedener Arten zum gegenseitigen Nutzen bzw. in gegenseitiger Abhängigkeit. Symbiosen können auftreten zwischen verschiedenartigen Tieren, verschiedenartigen Pflanzen, Pflanzen und Tieren, Pflanzen und Bakterien. Der Mensch wird hier nicht erwähnt. Warum? …

Vielleicht war es auch ein schöpferischer Plan, von dem wir irgendwann einmal abgewichen sind. Oder, wir erkennen ihn (hoffentlich) jetzt, damit die Schöpfung in ihrem ursprünglichen Plan vollendet werden kann.

Krankheiten nehmen zu, Bakterien/Viren mutieren, greifen den Menschen an. Diese Krankheiten der Menschheit betreffen nicht nur den Körper, sondern auch nicht unerheblich die mentale Gesundheit.

Was wäre wenn...?

Was wäre, wenn das alles nicht passiert wäre, wenn wir uns selbst besser gekannt hätten? Dann hätten wir erkannt, dass die Pflanzen uns dienlich sind in jeder Hinsicht, als Nahrung und zur Heilung. Wir würden alles was in die Pflanze eingeht wohl sauber halten und ehren, weil uns bewusst wäre, was in unseren Körper eingeht... Hach, was wäre wenn.. ;-) ?

Die Pflanzenstoffe

Es gibt die primären Pflanzenstoffe und die sekundären Pflanzenstoffe. Die primären Pflanzenstoffe sind diejenigen, die der Pflanze das Leben ermöglichen. Sie sind lebensnotwendig. Hierzu zählen z. B. Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate, Wasser und Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente. Und CO2.

Und dann gibt es die sekundären Pflanzenstoffe, dies sind die Stoffe, die die Pflanze produziert, um zu überleben. Sie schützt sich damit z. B. vor Fressfeinden, Sonnenbrand, Parasiten, Bakterien, Viren, Pilzen, Krankheiten. Sie sind lebenserhaltend.

Vergleich Mensch und Pflanze – Symbiose? Unbedingt!

Sicher ist es euch aufgefallen. Mensch und Pflanze bedürfen der gleichen lebensnotwendigen Stoffe. Der Unterschied: Die Pflanze ist in der Lage, Vitamine, die sie braucht, selbst durch Photosynthese zu produzieren. Spurenelemente und Mineralstoffe, nimmst sie hauptsächlich über den Boden auf. Der Mensch muss diese Stoffe dem Körper über die Nahrung aktiv zuführen. Der Mensch benötigt Sauerstoff und atmet CO2 aus, die Pflanze nimmt CO2 aus der Luft auf und gibt nach der Photosynthese Sauerstoff in die Luft ab. Die Pflanze produziert auch die für sie lebenserhaltenden Stoffe selbst, um sich zu schützen. Es sind diese sekundären Pflanzenstoffe, die wir uns für unsere Gesundheit zu nutze machen können, um unser Leben zu erhalten.

Für mich sieht das ganz klar danach aus, als dass wir füreinander, eine perfekte Symbiose, geschafften sind. Alles, was wir brauchen und uns über die Nahrung zuführen müssen, ist in jeder Pflanze enthalten.

Wenn wir uns in der Natur, in der Pflanzenwelt, ein wenig auskennen, können wir uns auf dem Spaziergang - weit genug entfernt von Abgasen und Pestiziden - unsere Tagesration an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen über die Pflanzen, die wir gut kennen, zuführen (hier ein Blättchen, dort ein Blättchen. Hier ein paar Bitterstoffe, dort eine Blüte oder Frucht mit besonders viel Vitaminen), ohne immer unbedingt eine besondere Heilwirkung erzielen zu wollen, sondern einfach nur für eine gesunde Ernährung.

Aber, nicht alle sekundären Pflanzenstoffe, die die Pflanzen produzieren, sind für den Menschen als Nahrung geeignet (wohl aber für manches Tier). Wir sind ja nicht alleine auf der Welt ;) Z. B. die giftige Eibe. Sie ist Nahrung für Rehe und Hirsche, Eichhörnchen und Siebenschläfer. Ansonsten aber ist sie tödlich giftig, bis auf den Samenmantel, den auch Vögel gerne naschen.

Die giftigsten dieser sekundären Stoffe sind die Alkaloide. Hierüber und zu den anderen wichtigsten sekundären Pflanzenstoffen, könnt ihr in der Datei unten weiterlesen...

Wildpflanzen Inhaltsstoffe Wirkweisen Rev 01 Pdf
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Sammelhinweise

Das Sammeln von Kräutern sollte grundsätzlich weit genug von stark befahrenen Straßen erfolgen (ca. 200 Meter). Auch ein ausreichender Abstand von gedüngten Äckern sollte eingehalten werden (Pestizide).

Nie nur an einer Stelle sammeln, um ein Ausrotten der Pflanze zu verhindern. Also, sammeln mit Bedacht. Auch keine Wurzeln unnötig ausreißen.

In Naturschutzgebieten ist das Sammeln verboten. Auch stehen gewisse Pflanzen unter Naturschutz (z. B. Schlüsselblume).

Nur bei 100%iger Sicherheit sammeln und verwenden! Zur Absicherung empfehle ich die kostenfreie App Flora Incognita“. Du fotografierst die Pflanze und die App sagt dir mit Prozentangabe um welche Pflanze es sich handelt. Dann erhältst du alle wichtigen Informationen zur entdeckten Pflanze auf einen Blick.

Es gibt tatsächlich Pflanzen, bei denen der Erntezeitpunkt von großer Bedeutung ist. Z. B. die Brennnessel nach 15 Uhr. Johanniskraut mittags, wenn die Sonne am höchsten steht…

Pflanzen nicht in Plastiktüten sammeln. Am besten Papiertüten oder Körbe aus Weidengeflecht verwenden. Ausnahme: wenn du   z. B. länger unterwegs bist und das Welken herauszögern willst, kannst du Tuppadosen verwenden und in die Dose ein feuchtes Zewa legen. So kannst du übrigens die gesammelten Pflanzen auch im Kühlschrank ein paar Tage frisch halten.

Pflanzen sind feinstoffliche Wesen, wie du und ich… Deshalb behandle die Pflanzen als solche…mit Respekt und Wertschätzung. Tatsächlich obliegt es der Pflanze, ob sie dir ihre Heilkräfte zur Verfügung stellt, oder nicht. Ich selbst, so verwunderlich es klingen mag, bedanke mich bei der Pflanze, von der ich Pflanzenteile sammle. Ich verwende sie meist, um mir Urtinkturen herzustellen, um von der Heilwirkung zu profitieren. Wenn mir die Pflanze nichts gibt, weil ich sie respektlos behandle, wären meine Auszüge wertlos.

Fast alle Pflanzenstoffe sind wasserlöslich! Deshalb macht es wenig Sinn, bei Regen zu sammeln, da der Regen die Pflanzenstoffe ausspült. Also sammeln, wenn es trocken ist, oder am besten noch, wenn die Sonne scheint 😊!

Im Übrigen gilt dies auch für Obst, Gemüse und Salat! Wenn du z. B. Salat zu lange in Wasser legst, hast du am Ende keine Wirkstoffe mehr drin. Oder wenn du Gemüse kochst und das Kochwasser abgießt, hast du gerade die Wirkstoffe in den Abfluss gespült und totes Gemüse auf dem Teller… Das Kochwasser also am besten verwenden, um eine leckere Soße daraus zu machen. Salat nur kurz abspülen unter fließend Wasser, trocken schütteln und verwenden. Obst, Gemüse und Salat aus Bioanbau verwenden, kurz unter fließend Wasser abspülen und essen. Ein Absud aus Geranium Robertianum kann im Übrigen bestens anstatt Wasser verwendet werden, um Schadstoffe aus Obst, Gemüse und Salat herauszuholen. 

 

Naturzucker?

Gibt es Naturzucker? Ich lese es immer wieder. Z. B. in Rezepten...man nehme Naturzucker...

Natürlicher Zucker ist tatsächlich nur in der Natur, in Pflanzen, in Obst enthalten. Jeglicher Zucker, den wir kaufen können, egal ob Braunzucker, Kandis, Rohrzucker, etc., auch Zuckerersatzstoffe, sind industriell hergestellte Zucker. Und wenn man sich global die zunehmende Erkrankungen der Menschheit anschaut, sei es Demenz, Diabetes, Allergien, etc., so ist es um so einleuchtender. Wir, unsere Körper, wurden so geschaffen, dass wir uns aus der Natur ernähren. Und da wir weiter entfernt nicht sein könnten, werden wir alle immer kranker...und das leider nicht ausschließlich körperlich, da auch unser Gehirn betroffen ist...

Unsere Bitterstoffrezeptoren, auf Zunge, im Darm, in der Haut und im Gehirn verkümmern. Die angelegten Stellen der Rezeptoren im Körper sprechen für sich: wir brauchen die Bitterstoffe bitterlich, um gesund zu bleiben.

Weil wir bitter aber nicht mehr mögen, weil die Industrie uns vom Säuglingsalter an mit versteckten Zuckerstoffen vollpumpt, die gesund machenden Bitterstoffe, werden mittlerweile von der Industrie aus Obst und Gemüse herausgezüchtet (bspw. Chicorée, Grapefrucht/Pampelmuse), werden wir immer kranker.... Die guten Pflanzenstoffe bitte nicht mit Zucker Wir sollten uns unbedingt wieder an bitter gewöhnen...wir sollten unsere Bitterstoffrezeptoren wieder aktivieren um gesund oder gesünder zu werden!

 

Hier ein Artikel zum Thema, den ich dir unbedingt empfehlen möchte: https://quicklebendig.ch/industriezucker/

oder hier das Video auf YouTube https://youtu.be/tTSrIb551Gk

 

Unten noch eine Liste mit Namen von Industriezuckerarten, bereitgestellt von Quicklebendig:

Liste mit Namen von Industriezuckerarten Pdf
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Der Löwenzahn - Bitterstoffe, Inulin, Cholin, und mehr...

🌼💛 „Hallo, ich bin ein Löwenzahn.
Viele nennen mich Unkraut, aber ich bin ein Freund und komme, um dir zu helfen!
Meine Blüten sind die erste Nahrung für Insekten nach dem Winterschlaf, und im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzen habe ich Pollen UND Nektar, nicht nur das eine ODER das andere! Und ich bin großzügig damit! 🤪😉

Wenn du mich siehst, denk daran, dass ich die EINZIGE bin, die an diesem bestimmten Ort wachsen will und kann. Denn:

Entweder ist der Boden zu kompakt / hart / gestampft und ich möchte ihn mit meinen Wurzeln für dich auflockern.

Oder es ist zu wenig Kalzium im Boden – keine Sorge, das fülle ich durch das Absterben meiner Blätter wieder auf.

Oder der Boden ist zu sauer. Aber auch das verbessere ich für dich, wenn du mir die Chance gibst.
Oder natürlich eine Mischung aus den oben genannten Gründen. 😊

Ich bin hier, weil dein Boden meine Hilfe braucht, also Am besten, du lässt mich wachsen, ohne mich zu stören! Wenn alles repariert ist, verschwinde ich wieder, versprochen!

Willst du mich etwa vorzeitig mit meiner Wurzel entfernen? Egal wie sorgfältig du bist, ich werde doppelt so stark zurückkommen! Nur bis dein Boden verbessert ist.

Man kann sogar an meinem Wachstum erkennen, in welchem ​​Stadium sich meine Hilfe befindet. Liegen meine Blätter flach auf dem Boden, bin ich noch lange nicht bereit, aber wenn sie sich alle nach oben strecken, bin ich schon weit fortgeschritten.

Etwas ganz anderes ist, dass ich einer der ersten Frühlingsblüher bin und euch deshalb den Frühling/Sommer ankündige.

Tagsüber, wenn es heiß ist, öffne ich meine Blüten, aber abends, wenn es abkühlt, schließe ich sie schnell wieder. Wenn es tagsüber nicht heiß genug ist, öffne ich sie sogar gar nicht!

Meine Blüten schmecken euch übrigens sogar köstlich, wusstet ihr das? Früher nannte man mich „Honig (oder Gold) der Armen“, weil meine Blüten so süß schmecken, z. B. in Marmelade, Soße oder Salat! Das Internet ist voll von Rezepten – probiere sie aus.
Aber warte bis Ende Mai oder später, bevor du mit dem Pflücken beginnst, und selbst dann noch nicht alles abpflücken! Die Artenvielfalt und die Bienen werden es dir danken!“

Unbekannt

Ich habe auch jede Menge heilende Eigenschaften. 😊Und Bitterstoffe ohne Ende...

Alle Teile der Pflanze sind essbar und gesund! Von der Wurzel bis zur Blüte! Der Löwenzahn ist ein Milchgewächs. Diese Milch ist nicht giftig. Im Gegenteil!

Dazu erzähle ich dir gerne mehr, auf meinen Wildkräuter-Exkursionen oder in einem Workshop.

Vitamin B12 – ein kritischer Blick

Kürzlich wurde ich auf einer Wildkräuter-Tour von einer Teilnehmerin nach der Verwertung und Verstoffwechslung des Vitamin B12 gefragt. Ich hatte währen der Tour auf das in den Blüten des Beinwells enthaltene Vitamin B12 hingewiesen. Sie sagte, dass wir ja erwiesenermaßen B12 nur herstellen/verstoffwechseln können, wenn wir über die „Zwischenstation“ der tierischen Produkte gehen – Das hat mich nicht mehr losgelassen, da es irgendwie meiner These, dass wir einst geschaffen wurden, um uns von Pflanzen zu ernähren, entgegenspricht…

Ich wollte mir neueste Forschungsergebnisse einmal anschauen und meine Recherche begann. Meine Ergebnisse hieraus und meine Gedanken hierzu möchte ich heute gerne mit euch teilen.

Nachfolgend ein paar wichtige Aussagen zu B12 und durch Forschungen erhaltene Fakten (Quellen: Google KI, https://www.vitaminb12.de/darmbakterien/)

Was ist Vitamin B12 und einige Aussagen hierzu

  • Vitamin B12 wird durch das Zusammenspiel von Bakterien, spezielle Mikroorganismen, und Cobalt hergestellt.
  • Cobalt ist das zentrale Atom von Vitamin B12 und alle Bakterien benötigen Cobalt, um Vitamin B12 zu synthetisieren.
  • Diese Mikroorganismen und Cobalt befinden sich in der Umwelt. In der Erde, der Luft, im Meer, auf Pflanzen.
  • Wir erhalten das lebensnotwendige Vitamin B12 nur durch tierische Nahrungsmittel, wie Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier und Milchprodukte. Die durch die intensive Landwirtschaft ausgelaugten Weideflächen stellen immer weniger Spurenelemente wie Cobalt zur Verfügung, so dass selbst Rinder heute vielfach auf Vitamin-B12- oder Cobalt-Präparate angewiesen sind!
  • Veganer und Vegetarier werden insbesondere angehalten Vitamin B12 durch Supplemente dem Körper zuzuführen. Forschungsergebnis: Der Umstand, dass einige langjährige Veganer, die keinerlei B12-Quellen in ihrer Nahrung haben, keinen Vitamin-B12-Mangel erleiden, legt nahe, dass eine körpereigene Versorgung durch Bakterien möglich sein könnte.
  • Es scheint immer mehr, dass höhere Lebewesen im Laufe der Evolution eine symbiotische Verbindung mit einigen Vitamin-B12-produzierenden Bakterien eingegangen sein könnten, die das Vitamin in unserem Darm herstellen und so einen Beitrag zur Vitamin-B12-Versorgung leisten.

Was passiert im menschlichen Körper?

  • Bei ideal gesunder Darmflora produzieren diese Bakterien im Körper theoretisch einen Teil des nötigen Vitamin B12.
  • Obwohl der menschliche Körper aus etwa 10-40 Trillionen Zellen besteht, wird diese gewaltige Zahl durch die Größe der Bakterienpopulation, die unseren Körper besiedelt noch weit übertroffen – genauer um fast ein Hundertfaches: Die Bakterien sind mit etwa 100 Trillionen bakteriellen Zellen deutlich in der Überzahl.
  • Bakterienstämme die im gesunden menschlichen Darm anzutreffen sind, können die Vitamine B1, B2, B5, B6, Folat, Vitamin B12 und Vitamin K2 herstellen und vermutlich auch einen Beitrag zur Versorgung mit diesen Nährstoffen.
  • Der Mensch benötigt pro Tag etwa 4 Mikrogramm (µg) Vitamin B12. Schwangere Frauen benötigen 4,5 µg und stillende Frauen 5,5 µg. Diese Werte sind Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr. (Andere Stellen sprechen sogar von nur 2,0 – 2,5 Mikrogramm/Tag.)
  • Die Leber speichert ca. 1000 µg Vitamin B12, genug für 3–4 Jahre.
  • Der gesamte Speicher im Körper (verteilt in Leber, Nieren und Gewebe) beträgt etwa 2,5 mg (2500 µg), genug für 7,5 – 10 Jahre.

Wie kann supplementiert werden und was ist zu beachten?

  • Die meisten Vitamin B12 Präparate enthalten: 500 – 1000 Mikrogramm (µg) pro Tag!
    Wir benötigen im Durchschnitt nur etwa 4 – 5,5 µg täglich. Das hört sich nach einer deutlichen Überdosierung an.
  • Folgen einer Überdosierung können sein: Allgemeine Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Durchfall, Hautausschlag; Langfristige Störungen, vor allem des Nervensystems; Vitamin-B12-Akne; Ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko bei langfristiger Überdosierung (Studien haben dies gezeigt); Allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock bei Injektionen
  • Überschüssiges Vitamin B12 kann ausgeschieden werden, aber bei bestimmten Erkrankungen, nicht einwandfrei funktionierenden Organen, insbesondere der Nieren, oder auch bei Überdosen, kann es dabei zu Problemen und durchaus zu schweren Erkrankungen kommen.
  • Nicht alle Vitamin B12 Präparate enthalten ausschließlich verwertbares Vitamin B12. Es gibt verschiedene Formen des Vitamins, und einige davon sind vom Körper nicht direkt verwertbar. Deshalb ist es wichtig auf die Inhaltsstoffe von Supplementen zu achten.
  • Vitamin B12 kommt in verschiedenen Formen vor, wie z. B. Methylcobalamin und Adenosylcobalamin (natürliche, bioaktive Formen, die direkt vom Körper genutzt werden können); Cyanocobalamin (synthetisch hergestellt und nicht direkt verwertbar); Hydroxocobalamin (ist nicht direkt verwertbar, hat eine lange Depotwirkung im Körper, und muss im Körper erst durch Enzyme in Methylcobalamin und Adenosylcobalamin umgewandelt werden.
  • Pflanzen enthalten nur sehr geringe Mengen an B12, z. B. Brennnesseln mit etwa 4,1 µg pro 100 g – das reicht theoretisch für einen Tag, aber unser Körper kann das B12 aus Pflanzen kaum verwerten, weil die Bakterien und Mikroorganismen im menschlichen Verdauungstrakt fehlen.
  • Untersuchungen haben ergeben, dass Vitamin B12 vor unserem hyperklinischen Zeitalter leichter verfügbar war, weil die Menschen einfach mehr Erde aßen, die ihnen über die darin lebenden Mikroorganismen das begehrte Spurenelement lieferte.
  • Früher aßen die Menschen mehr Erde oder Erde enthaltende Lebensmittel, wodurch sie B12 auf natürlichem Weg erhielten.

Mein persönliches Fazit:

Ich frage mich:

Hat die Schöpfung wirklich vorgesehen, dass wir dieses lebenswichtige Vitamin nur durch das Töten oder Ausbeuten anderer Lebewesen erhalten? Das erscheint mir nicht ganz logisch, angesichts der Intelligenz, die wir doch der Schöpfung zuschreiben dürfen.

Der menschliche Körper hat etwa 100 Trillionen bakterieller Zellen, deren Zusammenspiel nicht erforscht ist.

Offensichtlich gibt es Veganer, die kein oder nur wenig B12 über pflanzliche Nahrung aufnehmen, keine Supplemente nehmen und trotzdem unter keinem Vitamin B12 Mangel leiden. Währenddessen gibt es Menschen, die sich tierisch ernähren 😉, Supplemente einnehmen und trotzdem unter einem Vitamin B12 Mangel leiden? Eine Überdosierung kann sich im Übrigen genauso darstellen, wie eine Unterversorgung.

Kann es vielleicht sein, dass z. B. die Veganer, die unter keinem B12 Mangel leiden, über ein hervorragend funktionierendes Darmmikrobiom verfügen? Dass ihr körpereigener Speicher in Leber, Nieren und Gewebe ausreichend voll ist? Dass diese Menschen ohne Vitamin B12 Mangel kaum Giftstoffe in ihren Körper lassen (Rauchen, Alkohol. Mikroplastik, etc.)? Dass sie ihr Gemüse und Obst nicht eingeschweißt in Plastik und „totgezüchtet“ in Supermärkten, sondern bei zertifizierten Biobauern kaufen? Dass sie ihre zur Produktion von B12 notwendigen Mikroorganismen und Cobalt erhalten, weil sie – wie einst vor unserem hyperklinischen Zeitalter – auch mal Kräuter und Pflanzen in sich aufnehmen, ohne sie totzuwaschen?

Wie verrückt ist es, wenn wir mittlerweile Weidetieren Supplemente an B12 und Cobalt zuführen, um dann zu sagen, dass wir nur über die tierischen Nahrungsmittel das begehrte Spurenelement erhalten?

Ja, auch Pflanzen können verwertbares Vitamin B12 enthalten bzw. produzieren! Denn sie nehmen die notwendigen Mikroorganismen und Cobalt über die Erde auf. Zum Beispiel enthalten ist es in Beinwellblüten, oder Bertram (Bot.: Anacyclus), den Hildegard von Bingen zumindest bei B12-Mangel empfahl.

Oder, laut Google, eben auch in der Brennnessel (4 Mikrogramm/100 gr).  

Allerdings ist die Menge in Pflanzen tatsächlich im Vergleich zu tierischen Produkten eher gering. Und erst recht, im Vergleich zu Supplementen! Zur Erinnerung: Wir benötigen maximal 4 – 5,5 Mikrogramm täglich und unser Körper, wenn gesund, speichert kumulativ. Unsere Leber, Nieren, Gewebe speichern 2500 Mikrogramm Vitamin B12 über bis zu 10 Jahre und geben bei Unterversorgung die benötigte Tagesmenge in den Körper ab.

Die meisten Nahrungsergänzungsmittel enthalten jedoch 500 – 1000 Mikrogramm als Tagesdosis! Und: die Nahrungsergänzungsmittel enthalten nicht alle das verwertbare B12, sondern auch nicht verwertbares, synthetisch hergestelltes B12 in Form von Cyanocobalamin, welches auch erst im Körper umgewandelt werden muss.

Ich möchte euch nun nicht dazu anhalten, rauszugehen und Erde zu essen. Aber, ein bisschen weniger hyperklinisches Verhalten, wäre vielleicht nicht so schlecht. Früher hieß es, „Dreck reinigt den Magen“. Die Karotten wurden ausgegraben, mal eben kurz am Kittel abgewischt und direkt verspeist! So auch bei anderem Gemüse und Obst. Hier auch noch mal die Erinnerung, dass die meisten Pflanzenstoffe, so auch B12, wasserlöslich sind und beim Kochen in das Kochwasser übergehen, oder bei Waschen mit Wasser, ebenfalls ausgespült werden.

Meine persönlichen Empfehlungen:

Müdigkeit, Erschöpfung ist oft der Schrei der Leber und nicht zwingend ein B12 Mangel. Hier kann man wunderbar mal mit Pflanzen, wie dem Löwenzahn, die Leber unterstützen. Der sensationelle Löwenzahn enthält Inulin (erhält ein gesundes Darmmikrobiom) und Cholin (ein Nährstoff für die Leber, hilft neues Lebergewebe zu produzieren), enthält Kalium, unterstützt den gesamten Urogenitaltrakt, erhält die Nieren gesund, unterstützt die Ausleitung von Giftstoffen. Oder natürlich auch z. B. die Mariendistel und die Artischocke.

Oder, tatsächlich mal den Darm sanieren und schauen, dass der Darm wirklich gesund ist und über ein tolles Darmmikrobiom verfügt, damit die 100 Trillionen bakterieller Zellen auch ihren (uns unbekannten) Job machen können. (Es gibt übrigens neue Forschungsergebnisse die besagen, dass bei einer Darmsanierung/Heilfasten, der Darm nicht mit Glaubersalz oder ähnlichen Produkten entleert werden sollte, da vorhandene gute Bakterien mit ausgeschwemmt werden und alles komplett neu aufgebaut werden muss!)

Bei Verdacht auf einen Vitamin B12 Mangel, lasst den Speicher über einen Bluttest überprüfen, bevor ihr euch Supplemente holt! Wichtig ist, bei diesem Bluttest den Wert Holocobalamin II bestimmen zu lassen. Es ist die aktive, vollständige Form des Vitamins, bei der das Cobalamin-Molekül mit einem Adenosin- oder Methylrest verbunden ist, was seine Aktivität im Körper ermöglicht. Wenn Supplemente, achtet bitte auf die richtigen Inhaltsstoffe!

Abschließend möchte ich sagen:

Ich persönlich bin überzeugt, dass wir vieles nicht wissen, unser Körper eine wundersame Schöpfung ist und ursprünglich sicher ein gutes und perfekt funktionierendes Instrument war.  Und, ich persönlich, glaube nicht, dass uns die Schöpfung zwingen würde, unsere lieben Tiere aufzuessen und/oder auszubeuten, um mit dem für uns so lebenswichtigen Vitamin B12 versorgt zu sein.

 

 

Der Weißdorn

Mein Herz schlägt für... den Weißdorn

Ab September bis in den Spätherbst hinein, können die schönen rot leuchtenden Weißdornbeeren geerntet werden.

Weißdorn (Crataegus) ist ein Gewächs, dem schon seit hunderten von Jahren eine Schutzwirkung auf das Herz nachgesagt wird. So verwendete schon Paracelsus, einer der berühmtesten europäischen Ärzte des 16. Jahrhunderts, den Saft der Weißdornbeeren als Herztherapeutikum.

Nach wie vor ist der Weißdorn eine Heilpflanze für das Herz, das gesamte Herz-/Kreislaufsystem.

Der Weißdorn und das Herz-/Kreislaufsystem

Weißdorn fördert die Durchblutung der Herzkranzgefäße, wodurch die Sauerstoffversorgung des Herzens verbessert wird. Dies geschieht aufgrund der gefäßerweiternden Eigenschaften der enthaltenen Flavonoide und Procyanidine.

Studien haben gezeigt, dass Weißdorn die Herzleistung steigern kann, insbesondere bei Patienten mit leichter Herzinsuffizienz. Die Einnahme von Weißdorn kann die Herzkraft erhöhen und die Erregungsweiterleitung am Herzen beschleunigen.

Regulierung des Blutdrucks: Weißdorn hat eine sanfte blutdruckregulierende Wirkung. Ist der Blutdruck zu hoch, so reguliert er hinunter; ist der Blutdruck zu niedrig reguliert er hinauf. So hilft er dem Herzen effizienter zu arbeiten, ohne es zu belasten.

Er gilt also als unterstützendes Mittel bei Herzschwäche und zur Linderung nervöser Herzbeschwerden. 

Der Weißdorn – Beschreibung bisschen drum herum

Weißdorn ist ein sommergrünes Gewächs aus der Familie der Rosengewächse, das in Form eines dichten, stacheligen Strauches oder eines kleinen Baumes wächst. Er treibt als eines der ersten Gewächse im Frühjahr aus, seine Blättchen haben fünf bis neun Lappen und sind tief eingeschnitten.

In den Monaten Mai und Juni verschwindet der Strauch häufig für zwei bis drei Wochen unter einer intensiv duftenden Blütenpracht und wird in dieser Zeit gerne von SchmetterlingenBienenHummeln und vielen anderen Insekten besucht.

Nach der Blüte reifen langsam die roten Früchte mit mehliger Konsistenz. Diese werden von vielen Vögel- und Säugetierarten gegessen und können natürlich auch vom Menschen verzehrt werden. Da sie Vögeln und anderen Säugetieren als wertvolle Nahrung dienen, auch zur Vorbereitung auf die Winterzeit, gilt hier wieder, mit Bedacht sammeln! Nur was wirklich benötigt wird und mehrere Sammelstellen nutzen.

Die Beeren wurden früher von der ärmeren Bevölkerung gegessen und dienten in Notzeiten als Mus oder wurden in getrockneter Form zu Mehl verarbeitet Auch heute werden Sie noch für Lebensmittel verwendet und können auf vielfältige Weise in der Küche zum Einsatz kommen.

Ein- und zweigriffeliger Weißdorn – Der Unterschied

An den Blüten kann man erkennen, ob es sich um einen sogenannten eingriffeligen oder zweigriffeligen Weißdorn handelt.

Der eingriffelige Weißdorn besitzt einen sogenannten „Griffel“, also einen gelben Stil, der in der Mitte der Blüte herausragt und die Narbe trägt (weiblicher Teil der Blüte), während die zweigriffelige Variante mit zweien dieser Griffel ausgestattet ist. Einen Unterschied in der Heilwirkung gibt es nicht. Beide Varianten werden in der Phytotherapie und auch in der klassischen Medizin gleichermaßen verwendet.

Was kann er denn nun noch so, der Weißdorn?

Folgende Wirkungen des Weißdorns konnten bisher an Tieren und Menschen sowie in Zellstudien nachgewiesen werden:

  • Schützt das Herz und reguliert den Blutdruck

  • Hemmt Krebs

  • Wirkt gegen HIV und Diabetes

  • Wirkt gerinnungshemmend

  • Schützt die Leber

  • Wirkt gegen zu hohen Blutzucker (Hyperglykämie)

  • Reduziert erhöhte Blutfettwerte

  • Wirkt sich positiv auf die Wundheilung aus

  • Hemmt das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren

  • Schützt den Magen und fördert die Verdauung

  • Reduziert Refluxsymptome

  • Wirkt entzündungshemmend und antioxidativ

  • Hat Anti-Aging-Effekte

  • Schützt die Nervenzellen und bessert kognitive Störungen und Alzheimer

  • Wirkt gegen Depressionen und Angststörungen

Die Beeren, Blüten und Blätter des Weißdorns sind reich an Nährstoffen und Vitalstoffen, die sich äußerst positiv auf die Gesundheit auswirken. Man nimmt an, dass vor allem die darin enthaltenen Flavonoide, also die natürlichen Stoffe, die den Pflanzen ihre Farbe verleihen, und die zu den Flavonoiden zählenden oligomeren Procyanidine (OPC) dafür verantwortlich sind.

Vitamine, die im Weißdorn enthalten sind:

  • Vitamin C (Immunabwehr, Hautgesundheit)

  • Vitamine der B Gruppe (Verdauung, allgemeine Gesundheit), eine genaue Spezifikation, welche B Vitamine enthalten sind, wird nicht bekannt gegeben

  • Provitamin A (eine Vorstoffsäure, die für die Bildung von Vitamin A benötigt wird und der Augengesundheit dient)

Mineralstoffe, die in Weißdorn enthalten sind:

  • Kalium: Ein wichtiges Mineral für die Elektrolyt-Haushaltung im Körper.

  • Natrium: Ein weiteres Mineral, das für die Nerven- und Muskelfunktionen entscheidend ist.

  • Calcium: Ein Mineral, das für die Knochengesundheit und die Muskelkontraktionen wichtig ist

  • Magnesium: Ein Mineral, das an vielen enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist.

     

Die Weißdornbeeren enthalten zudem sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Carotinoide, die sich positiv auf das Immunsystem auswirken, sowie Pektine, die die Verdauung regulieren. Das ist auch der Grund dafür, warum die Beeren unter anderem in China den verschiedensten Lebensmitteln zugefügt werden. Dazu zählen etwa Chips, Brötchen, Kuchen, Biere und Weine, Essig oder Marmeladen.

Sie sind also reich an Nährstoffen und sorgen dafür, dass Speisen aromatischer schmecken und bringen neben ihren verdauungsfördernden Eigenschaften viele weitere gesundheitliche Vorteile mit sich.

Fazit

Es ist Herbst und die Zeit der Beeren und Wurzeln, die uns Mutter Natur nun reichlich zur Verfügung stellt. Die Nährstoffe und sekundären Pflanzenstoffe der Pflanzen sind nun in konzentrierter Form in den Wurzeln und Beeren enthalten und laden uns ein, uns damit für den Winter zu stärken. Aber, wir sind nicht allein und sollten immer zuerst an die Tiere denken, die hierdurch eine wichtige und stärkende Nahrungsquelle für die Winterzeit haben und brauchen!

Was die Weißdornbeeren angeht, so gibt es sie derzeit in Hülle und Fülle und wer, wie ich selbst, z. B. an Durchblutungsstörungen und eher niedrigem Blutdruck leidet, was mit eiskalten Händen und Füßen einhergeht, dem würde ich sehr die Beeren ans Herz legen. Mir hilft es wunderbar. Ihr, die ihr mich kennt, wisst, dass ich mir von allem Auszüge mache. So gebe ich von meiner Weißdorntinktur einen Schluck in einen beliebigen Kräutertee und nach kurzer Zeit habe ich warme Hände und Füße und die Durchblutung funktioniert wieder einwandfrei. Ihr könnt euch aber auch einen leckeren Sirup herstellen, diesen zum Tee oder anderen Getränken hinzugeben, oder auch eine leckere Marmelade daraus einkochen. Sirup und Marmelade schmecken auch hervorragend zusammen mit den jetzt ebenfalls reifen, gesunden und köstlichen Holunderbeeren in Kombination! Oder macht es wie die Chinesen und gebt einfach ein paar Beeren mit in euer Essen – das stärkt die Verdauung und ihr bekommt all die gesunden Nährstoffe über das Essen! Der Sirup soll auch hervorragend bei Refluxsymptomen helfen. In welcher Form auch immer, macht euch die heilenden Kräfte der Natur zu Nutze!

Rezepte findet ihr zu allem im Netz!

Bei gesundheitlichen Beschwerden, Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Herzschwäche, oder auch Angststörungen, etc. sprecht mir eurem Arzt des Vertrauens! Es gibt Präparate aus Weißdorn mit entsprechenden Dosierungsanleitungen, die nach Rücksprache mit eurem Arzt unterstützend helfen können.

 

Mit mir ist gut Kirschenessen

Kirschenzeit. Die ersten Bäume hängen voller herrlich roter Süßkirschen und auch in Supermärkten werden die süßen Früchte angeboten.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Süßkirschen enthalten eine Vielzahl an gesunden Inhaltsstoffen, darunter Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sind reich an Vitamin C, Vitamin A, B-Vitaminen und Folsäure. Außerdem enthalten sie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Darüber hinaus sind sie reich an Anthocyanen, die als Antioxidantien wirken und entzündungshemmende Eigenschaften haben.

Süßkirschen gehören zu den Rosengewächsen. Die Kerne von Süßkirschen enthalten Amygdalin, das beim Zerbeißen zu giftiger Blausäure umgewandelt werden kann. Allerdings ist die Menge an Amygdalin in Kirschkernen im Vergleich zu Bittermandeln oder Aprikosenkernen gering und stellt in der Regel keine Gefahr dar, solange die Kerne nicht zerkaut werden!

Stiele der Kirschen (ein tolles Heilmittel)

Ihr wisst, es sind immer 2 Stiele, an denen die Kirschen sitzen. Früher, als kleine Mädchen, haben wir die verbundenen Stiele gerne über die Ohrmuschel gehangen und hatten einen ganz tollen Ohrenschmuck ;-) 

Wenn ihr die Stiele der Kirschen nicht wegschmeißt, sondern trocknet und in einer gut verschlossenen Dose, oder im Schraubglas im Dunkeln, aufbewahrt, so habt ihr ein tolles Heilmittel parat! Die Kirschstiele enthalten als sekundäre Pflanzenstoffe, Gerb- und Schleimstoffe.  Als Tee aufgegossen helfen sie bei Erkältungskrankheiten, insbesondere bei Husten und verschleimten Bronchien (Bronchitis), aber auch unterstützend bei Blasenentzündung, da sie harntreibend wirken!

Amaretto aus Kirschkernen

Aufgrund des Inhaltstoffes, Amygdalin, kann man aus Kirschkernen tatsächlich einen leckeren Amaretto herstellen. (Dieser wird üblicherweise aus Aprikosenkernen hergestellt.)

Der Bittermandelgeschmack von Amaretto, der durch das Einlegen von Kirschkernen in Alkohol entsteht, ist eine Folge der chemischen Reaktion von Amygdalin, bei der diese Verbindung durch die Reaktion mit Wasser (das auch in Alkohol enthalten ist) in zwei Bestandteile aufgespalten wird. Und zwar in in Benzaldehyd (verantwortlich für den typischen Bittermandelgeschmack) und Blausäure (in geringen Mengen). Wenn man also die Kirschkerne, anstatt sie zu entsorgen, mit Alkohol (z. B. Vodka) übergießt -  ein bisschen brauner Kandiszucker muss leider auch dazu - eine Vanillestange hineingibt und den Ansatz ziehen lässt, erhält man einen leckeren Amaretto. Die Ziehzeit sollte allerdings nicht länger als 5 Monate sein, da sonst eventuell doch zu viel der Blausäure freigesetzt werden kann.

Auch ein tolles Geschenk, wer ihn selbst nicht mag.

 

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